Migration, Schutz und sozioökonomische Integration
In Zeiten der Unsicherheit und angesichts einer Reihe beispielloser externer Herausforderungen, mit denen Ägypten konfrontiert ist, wird die Schweiz den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf Armutsbekämpfung und lebensrettende Massnahmen für Ägypterinnen und Ägypter, Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlinge verstärken.
Während die regionalen Spannungen anhalten, nimmt Ägypten eine wachsende Zahl von Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten auf. Mit dem Ziel, ihre Resilienz, ihr Wohlbefinden und ihre sozioökonomischen Perspektiven zu stärken, arbeitet die Schweiz an der Schnittstelle von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und kombiniert unmittelbaren Schutz, Kapazitätsaufbau und lebensrettende Massnahmen mit der Verbesserung von Erwerbsmöglichkeiten wie Beschäftigungsfähigkeit und Unternehmertum. Konkret setzt sich die Schweiz dafür ein, den Zugang zu Schutz, lebensrettenden Massnahmen und gemeindenahen Dienstleistungen wie Gesundheit, Unterkunft, Ernährung, psychosozialer Unterstützung, Dienstleistungen im Bereich geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) sowie Bildung zu verbessern.
Das Programm unterstützt zudem die Kompetenzentwicklung und Bildung, um bessere Erwerbsmöglichkeiten und Einkommensgenerierung zu fördern. Die enge Zusammenarbeit mit gemeindebasierten Organisationen und der Aufbau ihrer Kapazitäten gewährleisten eine bessere Reaktion auf neu entstehende Bedürfnisse. Wissensaustausch und evidenzbasierte Interessenvertretung bringen die relevanten Akteure für ein wirksameres und effizienteres Handeln zusammen. Auf regionaler Ebene setzt die Schweiz ihr Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf der Ostafrikanischen Migrationsroute fort. Der Austausch mit relevanten humanitären Akteuren ermöglicht zeitnahe Reaktionen auf aufkommende Bedürfnisse in Ägypten im Zusammenhang mit Gaza.